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Rot, Orange, Grün...

vor 3 Minuten
2 Min. Lesezeit

„Wann darf mein Kind endlich mit dem richtigen Ball spielen?“ Diese Frage hören wir häufig im Training. Dabei sind rote, orange und grüne Bälle vollwertige Tennisbälle für unterschiedliche Lernbedingungen. Sie helfen Kindern dabei, Ballwechsel zu spielen, Entscheidungen zu treffen und Freude am eigenen Können zu entwickeln.


Mehr Zeit für den nächsten Schlag

Ein gelber Ball kann für ein kleines Kind sehr schnell sein und hoch abspringen. Dann besteht die Aufgabe oft nur darin, irgendwie an den Ball zu kommen. Langsamere Bälle geben mehr Zeit, den Ballflug einzuschätzen, eine passende Position zu finden und selbst eine Richtung zu wählen.

Damit wird Tennis früher als Spiel erlebbar. Kinder können miteinander aufschlagen, zurückspielen und Punkte gestalten. Das motiviert und schafft viele sinnvolle Wiederholungen.


Drei Stufen mit unterschiedlichen Bedingungen

Rot wird typischerweise im Kleinfeld gespielt. Die kurzen Wege und der besonders langsame Ball erleichtern erste Ballwechsel. Orange verbindet einen langsameren Ball mit einem größeren, aber noch verkürzten Feld. Grün führt auf das Großfeld, weiterhin mit einem gegenüber Gelb druckreduzierten Ball.

Welche Stufe passt, hängt vom Entwicklungsstand und vom jeweiligen Trainings- oder Wettkampfkonzept ab. Körpergröße, Bewegungserfahrung, Sicherheit im Ballwechsel und Spielverständnis spielen zusammen. Für Wettbewerbe können außerdem feste Alters- und Teilnahmevorgaben gelten.


Ein Wechsel ist kein Wettrennen

Wenn ein Kind früh mit Gelb spielt, ist das allein kein Beweis für einen besonders großen Fortschritt. Entscheidend ist, was es unter diesen Bedingungen selbstständig kann. Gelingen Aufschlag und Return? Kann es einen Ballwechsel aufbauen? Bleibt Zeit, eine freie Fläche zu erkennen?

Auch ein fortgeschrittenes Kind kann mit einem langsameren Ball sinnvoll trainieren, etwa um neue Spielsituationen kennenzulernen. Der Ball ist ein Werkzeug, mit dem wir die Schwierigkeit passend gestalten.


So können Eltern unterstützen

Frage nach dem Training lieber „Was konntest du heute schon selbst?“ statt „Wann kommst du in die nächste Farbe?“. Sprich den Trainer an, wenn du verstehen möchtest, welche Entwicklung gerade im Mittelpunkt steht. Gemeinsames Spielen zu Hause oder auf dem Platz gelingt ebenfalls besser mit einem passenden Ball.


Deine Aufgabe für den nächsten Platzbesuch

Probiert als Familie einen ruhigen Ballwechsel mit einem langsameren Ball. Zählt, wie oft ihr gemeinsam hin und her spielen könnt. Das Ziel ist, miteinander ins Spiel zu kommen.

 
 
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